Григорьев, А. А. Материалы к физической географии северовосточной части Кольского полуострова / А. А. Григорьев. - Ленинград : Издательство Академии наук СССР, 1932. - 215, XX с., [4] вкл. л. ил. : ил., табл., карты ; 26 см. - (Труды Совета по изучению производительных сил. Серия кольская / Академия наук СССР ; вып. 4).

ZUR GEOGRAPHIE DES NORD-WESTLICHEN TEILES DER HALBINSEL KOLA XVII bringen, dass sich das Wasser zwischen den Steinen (auf horizontalen Fla- chen) aufhalt, was seinerseits zur Ausbildurig binnen Blockfelder eines eigen- artigen Mikroklimas fiihrt, welches das Moosbewachsen der Blocke an ihrer freien Oberflache bedingt. Die M^jsdecke fiillt allmahlich die Raume zwi­ schen den Steinblocken aus, und umwachst also das ganze Blocklager. Das Umwachsen ist aber ein oberflachliches in der Weise, dass zwischen der un­ teren Flache des unter der Moosdecke gelagerten Torfes und der Wasser- schicht, welche den felsigen Boden der Steinblockanhaufungen bedeckt, ge- wohnlich, im Sommer, Hohlraume vorhanden sind. Fiir die gesamte von uns erforschte Gegend išt dies einer der am meisten charakteristischen und ver- breiteten Typen der Bodenbildung. Kurz gefasst, besteht er also in der Aus- bildung auf einem Felsblocksubstrate, mit Hohlraumen, eines torfigen Hori- zonts von meistens geringer Dicke. An den Stellen, an welchen in dem Untergrunde feinkorniges Material vor- kommt, verteilen sich im Bereiche des erforschten Gebiets die Prozesse der Bodenbildung in folgender Weise. Im Gebiet der lehmigen und tonigen Morane, an den Stellen wo Drainage gesichert ist, besteht der Verlauf der Bodenbildung entweder einfach in der Ausbildung eines torfigen Horizonts, wobei die Un­ terlage ihrem Habitus nach fast unverandert bleibt, oder es wird der obere Horizont der Unterlage etwas reicher an Humus-bestandteilen. Chemisch kann man aber schwach ausgepragte Merkmale eines latenten Prozesses der Podzol- bildung feststellen. Nach der Konzentration der Wasssrstoffionen, stehen diese Boden dem Podzol auch sehr nahe (pH 4— 5). In den Fallen wo, beim Vorhandensein einer lehmigen oder tonigen Mo­ rane, eine Drainage nicht gesichert ist, wird ein typischer Moorboden gebil- det. Die Zugehorigkeit der tonigen Morane einzig und allein den nordlichen Teilen unserer Gegend erlaubt uns nicht die Evolution der oben beschriebenen typischen Tundrabodendecke in die typischen Podzolboden zu verfolgen. Auf sandigem Substrat (Sand, Sand mit Kies, Lehmsand u. s. w.) kommen in unserer Gegend uberall diese oder jene Podzolarten vor, in dessen Verteilung folgende Gesetzmassigkeit hervortritt. In der Gegend der west­ lichen Route nehmen die nordlichen Bodentypen die latent oder schwach ausgepragten Podzol, einen verhaltnissmassig engen Streifen ein und sind von uns hauptsachlich an denjenigen Strecken des sandigen Bodens getroffen wor­ den, welche hie und da in der tonigen Morane zerstreut sind. Bereits ausser- halb der Verbreitungsgrenzen der letzteren beginnt die Gegend, in welcher die bis zu den Kejwen sich erstreckenden mittelpodzoligen Boden iiberwiegen. Im Bereiche des ostlichen Reiseweges herrschen ganz andere Verhaltnisse vor. Es lasst sich dort ein sehr breiter Streifen von latent-podzoligem sandi­ gem Boden unterscheiden, dessen siidliche Grenze am Oberlaufe des Flusses Katschkowka verlauft; siidlicher bis an die Kejwen uberwiegt schwach pod- zoliger Boden. Die Machtigkeit der Podzolboden verschiedener Benennung schwankt in der Nahe des Strandes zwischen 20 und 40 cm, weiter ins Innere des Landes bis an die Kejwen heransteigt sie im allgemeinen, betragt aber hochstens 40 cm; eine Ausnahme macht nur ein enger Streifen aus, dfer sich nordlich am Fuss der Kejwen im Bereiche der westlichen Route befin- det; dort betragt die Machtigkeit der Bodendecke bis 50 cm. Siidlich von den Kejwen im Ponoj Tal werden schon typische Podzolboden getroffen, neben denen auch schwachpodzolige Bodenarten vorkommen. In dieser G e ­ gend hat der Boden eine Machtigkeit von 50—65 cm. Was die Bodendecke der Kejwen anbetrifft, so kommen dort bis zur absoluten Hohe von 300—325 m Mittelpodzolboden und in grosseren Hohen schwachausgepragte podzolige Boden vor, wobei die Machtigkeit der Bodendecke merklich abnimmt (sie

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