Григорьев, А. А. Материалы к физической географии северовосточной части Кольского полуострова / А. А. Григорьев. - Ленинград : Издательство Академии наук СССР, 1932. - 215, XX с., [4] вкл. л. ил. : ил., табл., карты ; 26 см. - (Труды Совета по изучению производительных сил. Серия кольская / Академия наук СССР ; вып. 4).

XIV A. A. GRIGORIEV dicht anfroren und dadurch, wenn auch teilweise, ihre Lage auch unter dem Inlandeis beibehalten konnten. Auf den auf diese Weise an die Unterlage angefrorenen Gesteinsblockanhaufungen lagerte sich (s. B.) eine dunne Grund- morane odsr fluvio-glaziale sandig-kieselige Ablagerung ab, die die vom unteren Eis nicht aufgenommenen Raume zwischen den Steinen ausfiillten. Nach Zurucktreten des Eises veschwand die untere Eisschicht, und die vom Gletscher herriihrenden Schmelzgewasser wuschen das auf den Grund zwi­ schen den Steinen gesunkene feinkornige Material aus, insofern letzteres von den Gewassern des geschmolzenen unteren Eises nicht abgetragen worden ist. Also konnte die Morane oder die fluvio-glaziale Ablagerung wohl nur in dem Falle erhalten bleiben, wenn sie sehr machtig war und sehr rasch alle Hohlraume zwischen den Felsblocken ausfiillte; an den Stellen, wo dies nicht der Fall war, konnte sie sich nur sporadisch erhalten, namlich da, wo in den Blockfeldern grossere Blocke mit ebener Oberflache vorkamen, auf welchen sie sich erhalten konnten. In dem Falle jedoch, wenn die Schmelz­ gewasser in grossen Massen auftraten, musste der Prozess noch weiter gegan- gen sein und nicht nur samtliche mehr oder minder feinkornige Elemente der Aufschiittung ohne Rest weggetragen, sondern auch die Blocke der Steinsblockanhaufungen von der Stelle weggeschoben haben, diesen dabei fine etwas gerundete Form verleihend. In diesem Falle gesellten sich ihnen wohl auch Glazialgeschiebe an, die von den Schmelzgewassern vom Ende des Gletschers hervorgebracht oder aus den Moranenablagerungen ausgewaschen worden sind. Auf diese Weise entstand also durch Verwitterung und Tatigkeit der Gletscherschmelzgewasser eine aus grossen etwas gerundeten Blocken des erwahnten gemischten Typus bestehende Aufschiittung. Derartige Prozesse miissen hauptsachlich auf dem Grunde von Flusstalern der entsprechenden Epoche, welche sich spater in Terrassenplateaux verwandelten, stattgefunden haben. Es sollten wohl haufig auch solche Bedingungen entstanden sein, bei welchen die eine Menge von grossen Geschieben enthaltende Morane selek- tive Auswaschung erfuhr und also direkt in eine Anhaufung von lauter Ge- schiebe sich veranstaltete, das heisst einen steinernen Sander bildete. Solch ist also der mannigfaltige Ursprung der Steinblockfelder, die in der Land- schaft des nordostlichen Teiles der Halbinsel Kola eine sehr grosse Rolle spielen; solch ist wohl auch die Genesis der manchmal, aber selten, auf ihrer Oberflache vorkommenden kleinen Inselchen einer feinkornigen Morane oder einer sandig-kiesigen Aufschiittung. Machtige sandig-kiesige Ablagerungen werden nur an solchen Stellen getroffen, wie das Urdelta des Flusses Lum- bowka und Kamenka am Strande der Lumbowskaja Bucht, am Delta des Flusses Jokanga bei der Einmiindung des genannten Flusses in den Jokanga See, sowie die rezenten und alteren Terrassen der mehr oder minder grossen, sei es auch verschwundenen, Seen. Es miissen hier auch die aus grossen Blocken bestehenden Strandwalle erwahnt werden, welche stellenweise in den Meeresbuchten entwickelt sind und welche durch den Andrang des Meereises auf die Kiiste gebildet wurden. Sie erhalten manchmal die Form eines zellenartigen, ziemlich breiten Streifens, dessen Enstehungsweise noch nicht aufgeklart ist. Obwohl, also, der nordostliche Teil der Halbinsel Kola sich vielmals unter einer machtigen Decke des Inlandeises befunden hatte, so hat die- selbe eher einen indirekten als einen direkten Einfluss auf das Relief des Landes ausgeiibt. Dieses geschah durch die mit der Vergletscherung verbun- denen Erscheinungen der Isostasie und Eustasie, durch die Tatigkeit der Schmelzgewasser des Gletschers u. s. w. Die direkte Rolle des Eises in der Ausbildung des Reliefs war von geringerer Bedeutung; sie bestand in einer

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