Григорьев, А. А. Материалы к физической географии северовосточной части Кольского полуострова / А. А. Григорьев. - Ленинград : Издательство Академии наук СССР, 1932. - 215, XX с., [4] вкл. л. ил. : ил., табл., карты ; 26 см. - (Труды Совета по изучению производительных сил. Серия кольская / Академия наук СССР ; вып. 4).

ZUR GEOGRAPHIE DES NORD-WESTLICHEN TEILES DER HALBINSEL KOLA XI 56 ; 63; 67 ; 71.5; 76 .5; 81 ; 87 ; 90.5; 95 ; 99 ; 103.5; 110 ; 118.5; 124.5; 132.5 ; 140.5; 145; 149; 155.5; 161; 166.5; 174.5; 183 m. Die 36-ste Terrasse ist durch die heutige Abrasionsflache der Strandebene des Meeres und die ent- sprechenden Reliefselemente der Fltisse und Seen dargestellt. Also sind auch auf Grund morphologischer Erwagungen die Dislokationsprozesse, die die Grundformen des Reliefs gebildet haben, dem allerletzten Endabschnitt des Ter- tiars zuzuschreiben. Die Kongruenz, welche zwischen den relativen Hohen der Terrassen an den Gehangen der Einsenkungen und denen der Flusstaler aus- serhalb der Einsenkungen besteht, macht es unmoglich die Terrassen als eine Reihe Bruchstufen zu deuten. Wenn dem so ist, so muss unumwunden die Schlussfolgerung gezogen werden, dass uberhaupt mit der Tektonik verbun- dene samtliche orographische Formen des ostlichen Teiles der Halbinsel Kola derselben Epoche angehoren. Solch ist auch im Speziellen das Alter der Kejwen und der dieselben umrahmenden Bruchdislokationen, obwohl die sie durchsetzenden Intrusionen wahrscheinlich dem Palaozoikum angehoren. Jedenfalls sprechen dagegen weder die bedeutende Steilheit der Gehange zahlreicher, bedeutende Tiefe besitzender Einsenkungen, noch die Formen der Taler vieler in wilden felsigen engen Schluchten fliessender Bache, wobei diese Schluchten in die steilen Abhange der Kejwen sowie auch der An- hohe, welche die Bucht Swjatonosskaja von SW umrahmt, eingeschnitten sind. Fiir eine derartige Auffassung spricht das stufenartige Langsprofil der Bache und Flusse, besonders der minder grossen. Wenn dem so ist, so miissen wir den Schluss ziehen, dass auch die Dislokationen, die die Hauptumrisse der Halbinsel Kola markieren, dem Ende des Tertiars angehoren, was, gewiss, fiir diese periphere, und wohl am min- desten standige Zone, auch einige in der letzten Zeit stattgefundene nach- tragliche Bewegungen nicht ausschliesst. In Bezug auf das Festland des ost­ lichen Teiles der Halbinsel Kola lasst sich Folgendes uagen: wenn derartige ganz rezente Bewegungen hier auch stattgefunden haberi, so miissen sie in keiner irgendwie merklichen Weise auf die orographisclien und morpholo- gischen Grundbesonderheiten des Landes eingewirkt haben. Es ist zu beto- nen, dass der ostliche Teil der Halbinsel Kola, allem Anschein nach, in dieser Hinsicht, wie auch in vielem Anderen, sich stark vom westlichen unter- scheidet. Wie wir bereits oben erwahnt haben, treffen im Westen die orographi- schen Grundlinien des ostlichen Teiles der Halbinsel mit denen des westlichen zusammen. Nach allem hier angefiihrten konnen wir auch weiter gehen und davon reden, dass der zentrale Giirtel der Dislokationen des ostlichen Teils der Halbinsel, welche im allgemeinen eine NW und NO in eine fast WO iibergehende Richtung haben, im W durch einen Giirtel noch intensiverer meridianaler Dislokationen durchquert ist und dass sich gerade an der Kreuzungsstelle der zentralen Axialhauptzonen beider Dislokationsgiirtel die hochsten Gebirgsmassive der Halbinsel, sowohl die tiefsten Einsenkungen, als auch die Alkaligesteine, aus welchen die Chybinen, die Lowoserskije Tundry u. s. w. aufgebaut sind, befinden. 6. DIE JUNGEREN ABLAGERUNGEN, IHRE ENTSTEHUNG UND DIE MIT IHNEN VERBUNDENEN PROBLEME In betreff der glazialen Ablagerungen lassen sich in der erforschten Gegend der Halbinsel 2 voneinander scharf abgesonderte Teile unterscheiden. Der Kiistenstreifen, der, von der Slrandlinie gerechnet, 2 5—30 km breit ist, fiihrt eine Decke aus toniger oder lehmiger ca. 2 °/0 kalkhaltiger Morane, die

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