Григорьев, А. А. Материалы к физической географии северовосточной части Кольского полуострова / А. А. Григорьев. - Ленинград : Издательство Академии наук СССР, 1932. - 215, XX с., [4] вкл. л. ил. : ил., табл., карты ; 26 см. - (Труды Совета по изучению производительных сил. Серия кольская / Академия наук СССР ; вып. 4).
75 m. Also biisst dieser Riicken in ostlicher Richtung nicht allein seine Hohe, sondern auch sein orographisches Geprage ein. Dieses ist mit dem Umstande verkniipft, dass im Westen die Kette als Hauptwasserscheide zwischen dem Flussgebiet des Flusses Jokanga (m. a. W. der Flusse des nordlichen Abhan- ges) und dem Quellgebiet des Flusses Ponoj dient, wahrend weiter ostwarts eine ahnliche Rolle dem nordlich gelegenen Hohengiirtel zukommt und die Kejwen den Charakter der Wasserscheiden bloss zwischen einzelnen Adern des Ponoj-Flusssystems behalten und zwar zuerst zwischen dem Oberlauf des Flusses Atscheiok und dem des Flusses Lebjagija, ferner zwischen den Flussen Atscheiok und Jginga und schliesslich zwischen Atscheiok und dem Flusse Tjudinga. Also verlieren die Kejwen im Osten ihre Geschlossenheit und werden zuerst vom Atscheiok und ostlicher, bereits ausserhalb der Region unserer Forschungen, auch noch vom Flusse Kolmak durchquert. Zwischen den Kejwen und dem Flusse Ponoj, halten, wenigstens im Westen (bis zum Unterlauf des Atscheiok), dieselben Richtungen der orogra- phischen Linien an. Die breite Niederung, die von SW die Kejwen umrahmt und bis zu 200— 190 m 1 absoluter Hohe sinkt, ist von den den Kejwen parallel verlaufenden Riicken durchquert. Von diesen tritt wenigstens einer durch seine Hohe hervor, indem er bei Atscheiok 280 m erreicht, wahrend er westlicher iiber 300 m aufragt. ImWesten fiihrt der erhabenste Teil dieser Kette den Namen Woltchji Sopky (Wolf’s Htigel). Es ist hochst interessant mit diesen hier angefiihrten orographischen Daten, die im erforschten Gebiete erhalten worden sind, unsere Kenntnisse von der Orographie der siidlich vom Flusse Ponoj Iiegenden Gegend zu vergleichen. Nach den durch Ausfragen erhaltenen Data soil sich siidlich vom Flusse Ponoj, eine Kette-Patscheryj Tundra genannt—von bedeutender Hohe erstrecken. Sie dient als Wasser scheide zwischen dem Ponoj und dessen Nebenfluss Purnatsch, welcher in den Ponoj unterhalb Kolmak einmiindet. Die Kette dehnt sich in ONO Richtung aus; zwischen den Miindungen des Kolmak’s und des Purnatsch’s kommt sie an den Ponoj dicht heran. Dieses geschieht also ungefahr an dem Meridian, an welchem die Kejwen mit der Kiistenanhohe zu verschmelzen beginnen und wo das Ponoj Tal sich in einen schmalen Connon verwandelt, dessen Wande (nach Kihlman) eine Hohe von 130 m erreichen, wahrend in der Nahe der Kolmakmiindung ihre Hohe, wie unsere Beobachtungen zeigen, zwischen 55 und 65 m schwankt. Es scheint, dass dieser Kette parallel, nach SO von der Patscheryj Tundra, sich eine durch den Fluss Purnatsch und die Oberlaufe der Flusse der siidlichen Abdachung bewasserte Niederung erstreckt. Nach J . D. Zinserling’s Angaben, der als erster den siidwestlichen Teil der Halbinsel bis zum Purnatsch durchquerte, erstreckt sich hinter der Niederung eine Erhebung, die die besprochene Niederung vom Kiistenstreifen (des Weissen Meeres) trennt. Dieser Hohenzug stellt einen (vielleicht auch zwei) Riicken dar, der zwar von Fliissen durchschnitten ist, jedoch ein Relief besitzt, welches, wenigstens im Gebiete des Flusses Pjalitza und Pulonga, wo J. D. Zinserling den Hohenzug durchquert hat, ziemlich gut ausgepragt ist. Es liisst sich mit geniigender Wahrscheinlichkeit annehmen, dass dieser Riicken sich parallel der Patscheryj Tundra erstreckt. Auf diese Weise erhalt die orographische Struktur des gesamten ostlichen Tales der Halbinsel Kola einen ziemlich symmetrischen Charakter. Wie aus Obigem zu ersehen ist, bestehen die Hauptziige dieser Struktur darin, dass nordlich und siidlich von der zentralgelagerten Ponojschen Niederung je 1 Von der Tiefe des in die Niederung1 bis 120 m abs. Hohe eingeschnittenen Connons des Flusses Ponoj abgesehen. ZUR GEOGRAPHIE DES NORD-WESTLICHEN TEILES t)ER HALBINSEL KOLA III
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